26.10.2019: 1. Mannschaft mit Sieg bei Torfestival

Nach diesem Wochenende kann gut und gerne die Vermutung an den Tag gelegt werden, dass dies der torreichste Samstag in der Geschichte des FcH war. Die Junioren boten bereits hervorragende Unterhaltung (25:1, 7:1, 2:7) und auch die zweite Mannschaft konnte im Abendspiel einen Kantersieg (11:1) gegen Wangen an der Aare einfahren. Im Spiel der 1. Mannschaft gegen den Sc Flumenthal gab es nicht weniger Tore zu bestaunen.

Im ersten Rückrundenspiel gegen den Tabellenletzten Flumenthal gingen wir als Favorit in die Partie. Doch dass wir häufig nicht mit der Favoritenrolle umgehen können, haben wir schon mehrmals bewiesen. Gerade nach dem kräftezerrenden Cupspiel gegen Mümliswil sollte sich dies, vor allem in der ersten Halbzeit, wieder bewahrheiten. Dennoch haben wir uns viel vorgenommen und wollten das Spiel bereits früh in die richtigen Bahnen lenken.

Dies schafften wir auch. Bereits der erste Angriff führte zu mehreren Abschlüssen aus hervorragenden Positionen. Nach mehrmaligem Blocken gelangte der Ball zu Schalt, der da weitermachte, wo er gegen Mümliswil aufhörte. Mit einem Aussenristschlenzer in den entfernten Winkel eröffnete er den Torreigen. Leider zeigten wir bereits bei der ersten Standardsituation des Gegners unser «Favoritengesicht». Eine Freistossflanke aus dem Halbfeld durfte ein Flumenthaler seelenruhig zum Ausgleich einnicken. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal 5 Minuten gespielt. An diesem Tag sollten wir jedoch zu etlichen weiteren Chancen kommen. Es dauerte eine Viertelstunde, ehe wir erneut durch Schalt in Führung gehen können. Er versenkte den Ball aus rund 18 Metern Torentfernung per Volley in die untere Torecke. Erneut ein sehenswerter Treffer und nicht der letzte an diesem Tag. Diesmal hielt die Führung. Und zwar für ca. 10 Minuten, ehe wir den Ball im Spielaufbau auf der linken Seite verloren und der gegnerische Mittelfeldspieler unbedrängt einen Traumpass in Richtung Stürmer schlagen konnte. Dieser tauchte somit allein vor Quick-Nick auf und liess dem Torhüter keine Chance. Unsere nächste Führung liess nicht lange auf sich warten. Ein Fuss im Gesicht von Papivan sorgte dafür, dass der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Klar ist Kayhan Bahcivan, wie er mit bürgerlichem Namen heisst, nicht der Grösste, Stollenschuhe haben in dieser Höhe dennoch nichts zu suchen. Schalt verwertete in der 42 Minute den Strafstoss souverän.

Mit dieser Führung in die Pause? Das wäre zu langweilig. Kurz nach dem Anstoss bugsierten die Flumenthaler das Spielgerät mittels Bogenlampe in unseren Sechzehner. Abseitsverdächtig gelangte erneut der Flumenthaler Stürmer alleine vor Quick-Nick an den Ball. Dieser machte gekonnt die Ecken zu und liess so den Ball nicht passieren. Beim Abschluss stiessen die beiden Kontrahenten jedoch so unglücklich zusammen, dass sich der gegnerische Stürmer verletzte. Der Schiedsrichter pfiff ab und der Gegner musste minutenlang auf dem Feld behandelt werden. Auf Grund des Unterbruchs pfiff der Schiedsrichter zu aller Überraschung in die Pause. Schwierige Situation für den Unparteiischen, welcher jedoch die falsche Entscheidung traf. Er hatte im Hinterkopf, nach der Unterbrechung einen Elfmeter für Flumenthal zu geben. Unter diesen Umständen hätte er aber nie und nimmer zur Pause pfeifen dürfen. Also zog sich Quick-Nick unter Protest die Handschuhe wieder an und versuchte den Penalty zu parieren. Obwohl er dran war, reichte es zum erneuten Ausgleich. Anspiel Hägendorf und immer noch nicht Pause. Der Schiedsrichter gab zu verstehen, dass auf Grund des Unterbruchs noch 6 Minuten zu spielen seien. Diese verbleibenden Minuten nutzten wir, um doch noch mit einer Pausenführung in die Kabine zu gehen. Papivan durfte beweisen, dass er einen starken linken Fuss hat und drosch das Leder mit einem Halbvolley (nach eigener Aussage) «i Bögu». 4:3 Pausenführung – alles richtig gemacht, oder René Scherz? Unser Trainer zeigte sich trotz Führung weniger zufrieden. Die Winterpause kam wohl gerade Recht, damit sich seine Nerven endlich ein paar Monate erholen können.

Der zweite Durchgang startete weniger fulminant als der Erste. Es gab jedoch erneut einige Tore zu bestaunen. Nach einigen ungenützten Gelegenheiten auf beiden Seiten stellte Scherz, beim Stand von 4:3 wohlgemerkt, auf eine Dreierkette um. Kurz nach dieser Umstellung hätten die Flumenthaler ausgleichen können, ja sogar müssen. Doch Quick-Nick oder ein Teil des Abwehrverbundes war jeweils zur Stelle. So konnten wir unseren Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen und den Sack auf der Gegenseite zumachen. Der mittlerweile eingewechselte, Coiffure-Verweigerer Gipsy, sorgte für die Vorentscheidung. Kurz darauf hätte er einen Doppelpack schnüren können. Schalt, der im Privatduell mit dem Trimbacher Ex-Kollegen Lucien Baumgartner noch einen Treffer zurücklag, klaute Gipsy vor dem leeren Tor den Treffer und schloss so mit seinem 11. Saisontreffer (6 davon gegen Flumenthal) zu seinem Dorfkollegen auf. In der Schlussphase durfte sich Lokomotivführer Hafed auch noch in die Torschützenliste eintragen, und wie. So einfach der eine Treffer war, den er nur noch über die Linie drücken musste, so schwer war der andere. Ein Solo über die rechte Seite mit anschliessendem Degradieren des Torhüters zu einer Slalomstange sorgte für das 8:3.

Da Quick-Nick zur Pause beteuerte, er möchte nicht mehr als 3 Tore kriegen, liessen wir die Flumenthaler in der Nachspielzeit noch einmal gewähren. Wäre doch zu schön, wenn Quick-Nick eine Hälfte zu Null spielen darf. Der 4. Treffer für Flumenthal und wieder ein viel zu leichter. Mit diesem Treffer endete diese ereignis- und torreiche Partie.

23.10.2019: Cup-Out nach heroischem Kampf

Mit dem Fc Mümliswil stand uns im Cup Achtelfinal ein formstarker Zweitligist gegenüber. Die Ausgangslage war klar, ein Sieg unserer Farben war in Anbetracht der Leistung im letzten Meisterschaftsspiel kaum denkbar. Doch FcH-Kenner wissen, dass wir gegen vermeintlich stärkere Gegner im Normalfall ein anderes Gesicht zeigen. Dies bestätigte sich auch an diesem Mittwochabend. Es ereignete sich ein Spiel, welches den Zuschauern alles bieten konnte, Tore, aberkannte Treffer, Grätschen, Karten, Verlängerung, Elfmeterschiessen. Doch nun der Reihe nach.

Mümliswil versuchte von Beginn an, das Zepter in die Hand zu nehmen und hatte dadurch auch mehr Spielanteile. Wirklich gefährlich wurde es aber vor dem Kasten von Ben vorerst nicht. Durch beherztes Verteidigen und viel Laufarbeit konnten wir das Spielgerät von unserem Tor fernhalten. «Möglichst lange die 0 halten» – wir hören ja doch auf unseren Trainer.

Es zeigte sich schnell, dass die Hintermannschaft des 2. Ligisten nicht unverwundbar ist. Mittels sauber herausgespielten Kontern näherten wir uns mehr und mehr dem Kasten des Ex-Hägendörfers Gradwohl. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Eben dieser Gradwohl stand wenig später im Mittelpunkt. Ein weit geklärter Ball unserer Hintermannschaft in die gegnerische Hälfte lockte den Keeper aus seinem Kasten. Es wird gemunkelt, unsere Nr. 4 wollte mit dem langen Ball genau dies erreichen, spielte «MB4» doch noch eine Saison mit dem gegnerischen Torwart zusammen auf der Breite und kennt daher die Ausflüge Gradwohls haargenau. Ungefähr 35 Meter vor seinem Tor konnte Gradwohl den Ball zwar klären, jedoch nicht gut genug. Der Ball gelang via Davide, der mit seinem Weitschuss kläglich scheiterte, zu Schalt. Dieser legte sich den Ball zurecht und schlenzte das Leder überlegt über Gradwohl in den Kasten. Warum der Torhüter so lange brauchte, um wieder zurück in sein Tor zurückzukehren, steht in den Mümliswiler Sternen. 1:0 für uns, den Underdog.

Die Alarmglocken läuteten beim Favoriten spätestens jetzt. Durch viele, gut getretene lange Bälle auf die schnellen Aussenspieler wurden sie nun gefährlicher. Die gefährlichste Aktion nach dem 1:0 ereignete sich aber auf der Gegenseite. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld lancierte Davide unseren Schalker Junge, welcher dann zeigte, warum er im defensiven Mittelfeld zu Hause ist. Leider scheiterte Beni im 1 gegen 1 am gegnerischen Schlussmann. Hier hätte es gut und gerne 2:0 heissen können. Spätestens jetzt wussten wir, dass an diesem Abend mehr drin liegen würde, als eine bessere Laufeinheit. Wir schafften es jedoch nicht, das Tempo zu halten und liessen uns ein wenig zurückdrängen. Die gefährlichste Aktion der Thaler war aber ein Freistoss aus dem Halbfeld. Dieser landete auf dem Kopf des gegnerischen Stürmers, welcher den Ball aus wenigen Metern Entfernung in Richtung Tor beförderte. Der Angreifer hatte wohl schon diverse Jubelposen im Kopf, machte die Rechnung aber nicht mit unserem Schlussmann. Ben riss die Arme hoch und parierte den Kopfball mirakulös. Wir lagen also immer noch in Führung und hofften diese auch in die Pause mitzunehmen. Kurz vor der Pause ging unserem Abwehrhünen Zemp durch den Kopf, dass er in der Pause nicht von Scherz hören wollte, dass wir genau dies umgesetzt haben, was unser Trainer uns vorgeigte. Die Devise «möglichst lange zu 0» hielt somit nur bis zu dem Moment, als Zemp mit seinem schwachen linken, den als Klärungsversucht getarnten Ball, mustergültig dem Gegner auflegte. Dieser schloss umgehend ab. Ben wäre wohl zur Stelle gewesen, der Ball wurde jedoch abgefälscht und landete im Netz. Mit dem Unentschieden gingen wir anschliessend in die Pause. Trotz des Gegentreffers war Scherz zufrieden und guten Mutes. Ein Klassenunterschied war jedenfalls nicht zu sehen.

Nun ging es darum, in der zweiten Halbzeit die Null zu halten und den entscheidenden Treffer zu suchen. Wiederum hatte Mümliswil mehr Spielanteile. Wir verteidigten aber weiterhin beherzt, was dazu führte, dass sich unser Gegner wenige wirklich gute Chancen herausspielen konnte. Wir durften aber nicht nachlassen, da die Guldenthaler jederzeit in der Lage waren, gefährlich vor unser Tor zu kommen, vor allem über die quirligen Aussenspieler. In der zweiten Halbzeit gewährten wir dem Gegner einige Eckbälle und Freistösse aus aussichtsreichen Positionen. Die Tatsache, dass sie die Freistossschützen mehrfach wechselten, zeigte deutlich, dass direkte Freistösse nicht zu ihren Paradedisziplinen gehören, schossen sie doch ein ums andere Mal über unseren Kasten (Zu gutem Glück haben wir einen gewissen Schalt in unseren Reihen, welcher ihnen später noch zeigte, wie man das macht). Wir liessen uns aber nicht hinten einschnüren und versuchten die Partie nach 90 Minuten zu entscheiden. 120 Minuten sind für den ein oder anderen dann doch ein wenig gar lang. Wir schafften es schliesslich auch, den einzigen Treffer im zweiten Durchgang zu erzielen. Einen Halbvolley von Davide wehrte der Torthüter nach aussen ab, wo Cuba-Dome bereitstand, seine Farben in Führung und vermutlich ins Viertelfinal zu schiessen. Er versenkte den Ball gekonnt. Zu unserem Leid hatten wir an diesem Abend zwei Linienrichter. Denn ohne ihren Einsatz hätte der Schiedsrichter wohl kaum gesehen, dass Cuba-Dome hauchdünn im Abseits stand. Wir näherten uns also der Verlängerung. Mümliswil versuchte anschliessend ebenfalls, die Entscheidung in der regulären Spielzeit herbeizuführen, schaffte dies jedoch nicht. Und auch wir liessen den Lucky Punch vermissen. In der Meisterschaft wäre es ein gerechtes Remis, im Cup heisst es Verlängerung.

Die ersten 15 Minuten brachten keinen Torerfolg und das Elfmeterschiessen rückte näher. Dazwischen standen noch weitere 15 Minuten Überzeit. Diese gestalteten sich aber deutlich ereignisreicher als die ersten. Nach einem Ballverlust auf unserer linken Abwehrseite schalteten die Thaler schnell und kombinierten sich durch unsere Verteidigung, so dass ihr Angreifer alleine vor Ben auftauchte. Dieser versenkte den Ball zur erstmaligen Führung des Oberklassigen. An vielen anderen Tagen in dieser Saison hätten wir das Spiel wohl dadurch verloren, nicht aber an diesem. Einige Minuten später wurde Langhaar-Gipsy rund 25 Meter vor dem Tor zu Fall gebracht. Wie immer legte sich Schalt den Ball zurecht. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und zeigte dem Gegner, wie Freistösse geschossen werden müssen. Mit unnachahmlicher Flugkurve landete der Ball im Netz. Es folgte ein ausgelassener Torjubel mit allen Spielern vor unserer Nord-West-Kurve. Ein Torjubel wie bei einem gewonnenen Finalspiel und das wenige Minuten vor Abpfiff. Wenige Zeigerumdrehungen später erneut ein Ballverlust, diesmal auf unserer rechten Abwehrseite. Ein letztes Mal schickten die Mümliswiler ihren Stürmer in die Tiefe. Doch dann brauste ein Güterzug in Form unserer Nummer 20 von der Seite heran. Alleine der Wind, der dadurch erzeugt wurde, hätte den Stürmer wohl zu Fall gebracht. Zemp entschied sich jedoch auf Nummer sicher zu gehen und setzte zur Grätsche an. Foul und folgerichtig die gelbe Karte. Da es seine zweite Gelbe an diesem Abend war, durfte er frühzeitig unter die Dusche. Der anschliessende Freistoss zeigte, dass die Thaler sich nun ein Beispiel an der Freistosstechnik von Schalt nahmen. Der ebenfalls gut getretene Ball wurde von Ben zur Ecke abgewehrt. Das Elfmeterschiessen rückte immer näher und war kurz darauf Tatsache. Unser Clubhaus freute sich wohl über die Überstunden, gastierte doch die ganze Strassenhockey Mannschaft von Phoenix Hägendorf auf der Breite, Umsatz garantiert.

Beim Elfmeterschiessen zeigten uns dann leider die Mümliswiler, wie man es besser macht. Ein verschossener Strafstoss auf Seiten des Gegners standen zwei verschossenen auf unserer Seite gegenüber. Der aufopfernde Kampf wurde nicht belohnt. Dennoch können wir mit unserer Leistung zufrieden sein, schafften wir es doch gegen ein Spitzenteam aus der zweiten Liga zu bestehen und das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Und wieder einmal die Frage: Wo stünden wir, wenn wir in jedem Spiel eine solche Leistung abrufen könnten?

An dieser Stelle Gratulation dem Fc Mümliswil für den Einzug in die nächste Runde.

19.10.2019: 1. Mannschaft mit inakzeptabler Leistung

Drei Partien in Serie mit Punktgewinn wäre in dieser Saison ein Novum und in Anbetracht der Leistungen in dieser Vorrunde zu viel, wie es scheint. Denn anders kann die miserable Vorstellung gegen den Fc Kestenholz nicht erklärt werden. Keine Laufbereitschaft, kein Biss, keine angekommenen Pässe, keine Torchancen. Mit solchen Leistungen dürfen und werden wir keine Punkte mehr einfahren. Hoffentlich ist dies jedem Einzelnen bewusst.

Nachfolgend alle spielerischen Highlights unserer Mannschaft:

 

 

 

 

 

 

Danke für die Aufmerksamkeit (es gab keine Höhepunkte an diesem Tag).

Das einzige Highlight war das neue Dress, welchem wir nicht die Ehre gebührten, die es verdient hätte. Ein grosses Dankeschön an den Sponsor http://www.storeconcept.ch/.  

Das Spiel endete übrigens mit 0:3. Verdient verloren.

Am Mittwoch kommt Mümliswil im Rahmen des Solothurner Cups auf die Breite. Anpfiff 20:00 Uhr. Mit so einer Leistung wie am Samstag wird es vermutlich einige Tore zu bestaunen geben, leider für die falsche Mannschaft. Hoffentlich kann jeder Spieler an diesem Abend eine andere Leistung an den Tag bringen.

13.10.2019: Punkt gegen Angstgegner Wangen an der Aare

Keller gesperrt, Furrer in den Ferien und Bürgin mit erneutem Aufgebot für die Nationalmannschaft. Trainer Scherz war am Sonntag so gar nicht zu beneiden. Fehlte ihm doch seine komplette Abwehrreihe, für das immens wichtige Spiel gegen den Tabellennachbarn aus dem Kanton Bern. Es blieb ihm also nichts anderes übrig, als seinen Co-Autoren und aktuell an Position 38 gesetzten Innenverteidiger von Anfang an laufen (oder rollen) zu lassen. Ich entschuldige mich an dieser Stelle bei Frau Scherz. Wahrscheinlich musste sie in der Nacht auf Sonntag auf der Couch schlafen. In Hägendorf geht man davon aus, dass der Trainer im Vorfeld dieses Spiels immer und immer wieder schweissgebadet aufgewacht sein muss. In seinen Augen drohte die Partie, am Sonntagmorgen, zu einem Debakel zu werden und Gegentreffer im zweistelligen Bereich waren vorprogrammiert.

Pünktlich, zur Unzeit, um 10.00 Uhr pfiff der Schiedsrichter die «Torparty» an. Bürgin dürfte sich zu dieser Zeit noch im Koma, irgendwo in einem Hotelbett in Kopenhagen, befunden haben.

Zum Spiel gibt es einiges zu erzählen. Wie gewohnt Gutes und Schlechtes. 3. Minute Eckball Schalt, Kopfball Blenke, 1:0 für Hägendorf. Unsere Abwehr stand in den ersten Minuten wie eine Eins. Scherz traute seinen Augen nicht.

Nach 10. Minuten standen wir immer noch gut, jedoch kam unser Gegner zu einem Corner. Der Ball kam scharf auf den ersten Pfosten und unser «Bierkumpel» und Sturmtank Bovey lief mit voller Wucht in den Ball, Ausgleich. Was Scherz an der Seitenlinie machte, muss ich wohl nicht genauer ausführen. «Corner verhindern, zum Ball gehen, steigen» und plötzlich waren sie wieder präsent, die Worte unseres Trainers vor dem Spiel. Seit Jahren fangen wir gegen diese grossgewachsenen Mannen aus Wangen a. A., Gegentore nach Standards. Scherz hat uns gewarnt. Wir haben nicht hingehört, alles beim Alten also.

In der 23. Minute verbesserten wir unser Abwehrverhalten bei Eckbällen merklich. Klärten wir doch den ersten Ball. Jedoch nur bis vor den Strafraum. Haas lauerte, Weitschuss, Tor. Büttiker hatte keine Chance. Erstens war es ein «Sonntagsschuss» und zweitens wurde ihm die Sicht versperrt. «Sichert den Raum vor dem Strafraum, wegen den zweiten Bällen» und plötzlich waren sie wieder präsent, die Worte unseres Trainers vor dem Spiel. Scherz hat uns gewarnt. Wir haben nicht hingehört, alles beim Alten also.

Den Rest kürze ich ab, schliesslich gibt es von der zweiten Halbzeit noch genug zu berichten. Bis zur Pause blieb es ein intensives Spiel mit Halbchancen auf beiden Seiten. Randnotiz, der Wangner Bovey musste kurz vor der Pause mit einer Zerrung vom Platz. Der Mann wird wohl genauso regelmässig wegen Verletzungen ausgewechselt, wie er gegen uns trifft.

Die Pausenansprache kürze ich ebenfalls ab. Scherz war ruhig und motivierend. Für einmal nichts Spannendes.

26 Sekunden nach Wiederanpfiff, Schalt über aussen, Pass zur Mitte und Kugelblitz Lipari war zur Stelle. Ausgleich und Start nach Mass. 5 Minuten später, lief Schalt alleine aufs Tor. Er scheiterte jedoch kläglich am Torhüter. Ob es an seinem Unvermögen oder am Terminus-Besuch am Vorabend lag, lassen wir mal offen. Der vom Torhüter abgeprallte Ball fiel Kay in die Füsse, dieser dribbelte in den Strafraum und wurde umgespitzt. Penalty. Schalt verwertete cool. Wir führten wieder und hatten nach 50 Minuten «erst» 2 Gegentore kassiert. Scherz traute seinen Augen nicht.

In den nächsten 25 Minuten müssten wir den Sack zu machen. Kay lief einmal alleine aufs Tor, lockerer Aussenristschuss über den Torhüter, Pfosten. Wieso er nicht einfach den am Boden liegenden Torhüter umspielte bleibt sein Geheimnis. Dann hatten wir noch einen Angriff über aussen. Schalt passte in die Mitte, Kay rutschte in den Ball um ihn zu stoppen, stand auf und versenkte ihn. Das Tor wurde wegen Handspiel aberkannt (schwierig zu beurteilen). Noch ein Beispiel gefällig? Schöner Angriff über halbrechts (Foul von Wangen a. A. in der Aktion), Pass zur Mitte, Tor Kay. Aber man ahnt es, der Schiedsrichter klaute uns den Vorteil und das Tor zählte wieder nicht.

Natürlich hatte auch der Gegner seine Chancen. Als Autor habe ich aber die Hägendörfer Brille an und lasse diese gekonnt weg. Ausserdem hatten wir ja Büttiker im Tor und der mimte ab und zu den Schmeichel und hielt einfach alles.

Nach rund 65 Minuten kam beim Gegner mit Fäbu ein weiterer «Bierkumpel» aufs Feld. Der Auftrag war klar, es galt mit allen Mitteln zu verhindern, dass dieser ein Tor schoss (hatte doch Bovey bereits getroffen). Entsprechend oft lag dieser dann, in seinen ersten paar Minuten, wie eine Schildkröte auf dem Rücken. Im Anschluss gelang ihm wenig bis gar nichts.

Und dann kam es in der 75. Minute wieder einmal zu einem Corner. Tor. Mehr schreibe ich jetzt dazu nicht. Scherz hat uns gewarnt. Wir haben nicht hingehört, alles beim Alten also. Das Echo hallte entsprechend von der Seitenlinie auf den Platz. Scherz donnerte so laut, dass wohl auch Bürgin in Kopenhagen vor Schreck aus dem Bett gefallen war.

In der 86. Minute leistete sich dann der bis anhin gute Schiedsrichter einen Aussetzer. Wangen erkämpfte sich den Ball und spielte direkt in die Spitze. Dumm nur dass gleich zwei Wangner kilometerweise im Abseits standen. Sie standen derart im Offside, dass sie es sich leisten konnten den Ball schlecht mitzunehmen, ihn beinahe zu verstolpern und trotzdem noch trafen. Die drei FCH Abwehrraketen hatten trotz Vollsprint null Chancen die beiden enteilten Stürmer einzuholen. Torschütze war übrigens Richard.

Das Unheil drohte seinen Lauf zu nehmen. Mit letzten Kräften starteten wir einen Angriff über rechts und als die Flanke von aussen noch in der Luft war, kreuzte einer der Abwehrspieler Schalts Laufweg. Der Schiri zeigte folgerichtig auf den Punkt. Hervorragend gesehen muss man dazu sagen. Man soll ja auch mal loben.

Den Elfmeter verwertete Schalt sicher. Punkt, aus und vorbei. Wangen a. A und Hägendorf trennen sich unter dem Strich leistungsgerecht 4:4. Je nach Brille, die man aufsetzt, dürften beide Teams am Schluss von zwei verlorenen Punkten sprechen.

Fazit: Die 1. Mannschaft holt, zum zweiten Mal in Folge Punkte. Ein Novum in dieser Saison. Wir werten das als Anfang einer hoffentlich unaufhaltsamen Serie von Erfolgen. Ausserdem kann sich Scherz nun endlich sicher sein, Trainer eines ausgeglichenen knapp 25 Mann Kaders zu sein. Egal wer ausfällt, bei uns kann jeder (einigermassen) ersetzt werden. Haben wir doch trotz vieler Abwesenden einen Punkt ergattert. Auch die Prognose von mindestens 10 Gegentreffer war falsch – Differenz 6.

Ich war mir dessen übrigens immer bewusst. Es ist zu hoffen, dass unser Team nun in Zukunft nur noch ausgeglichen gute und nicht wie in der Vergangenheit ausgeglichen schlechte Spiele abliefert.

08.10.2019: 1. Mannschaft gewinnt 4:1 gegen Mümliswil

Am Dienstagabend stand ein wegweisendes Spiel gegen Mümliswil auf dem Programm. Verlieren verboten hiess die Devise. Denn bei einer Niederlage würde sich die Lücke zu den unteren Plätzen schliessen. Dies wollten wir natürlich mit aller Kraft verhindern.

Unter diesen Vorzeichen starteten wir engagiert in die Partie. Bereits in der Startviertelstunde konnte Miro, natürlich der mit der Nr. 16 (sonst wäre es ja ich, und mit meinem linken Fuss wäre der Ball knapp bis in den Strafraum gekommen) mit einem Traumtor in den Winkel seine Farben in Führung bringen. Bereits einige Zeigerumdrehungen später erzielte er vermeintlich sein 2. Tor. Diesmal mit dem rechten Fuss und nur ungleich weniger spektakulär. Von rund 16 Metern drosch er das Spielgerät mit seinem schwächeren Fuss an die Lattenunterkante. Der Ball sprang auf und ins Feld. Ob er drin war, wissen nur die Götter und natürlich der Schiedsrichter, welcher sich sofort für «kein Tor» entschied, dies vermutlich aufgrund der Torlinientechnik. So einseitig, wie das die ersten Zeilen zu vermuten liessen, war das Spiel in der Startphase aber nicht. Auch Mümliswil kam gleich zu Beginn zu einem Hochkaräter, als ihr Stürmer aus ungefähr 5 Metern Entfernung Nick anschoss. Hier hat sich Fast Food und Bier bei unserem Torhüter ausgezahlt.

Dass es zur Pause weiterhin nur 1:0 stand und nicht 2:0 oder auch 3:2 war dem Unvermögen der Angriffsreihen auf beiden Seiten, oder auch dem starken Intervenieren der Abwehrkette zu verschulden. So ging es in die Pause, in der Scherz sich über die mangelhafte Chancenauswertung beklagte.

Da wir so gerne auf unseren Trainer hören, machten wir zu Beginn des zweiten Durchgangs munter mit dem Versieben von guten Gelegenheiten weiter. Dabei liessen wir etliche Hochkaräter liegen und es kam, wie es kommen musste: «Wer sie nicht macht, bekommt sie!». Und so konnte Mümliswil durch einen trockenen Flachschuss von ausserhalb des Strafraums, via Innenpfosten das Score ausgleichen. Wer nun denkt, das Spiel sollte kippen, hat die Rechnung nicht mit unserem Matchberichtautor gemacht. (Wer kein Freund unserer Nr. 4 ist, sollte die nächsten, «etwas» subjektiv geschrieben Zeilen überspringen) MB4, wie ihn (mich) Dodo seit neustem nennt, rückte bei einem Standard nach vorne, und vermochte zum Glück nicht gleich wieder sofort nach hinten, als der Ball ein erstes Mal geklärt wurde. Anschliessend hatte MB4 einen Geistesblitz und lauerte auf Höhe der Offside-Linie auf den zweiten Ball, welchen Driton mit dem Innenrist wieder nach vorne spedierte. Diesen Ball nahm MB4 selbstverständlich perfekt mit und überlegte sich dabei, in welchen Winkel er das Spielgerät zimmern sollte. Plötzlich hörte er aber die Pfeiffe eines Lokomotivführers, welcher mitgelaufen war. So legte er mustergültig und mannschaftsdienlich quer, wo Langhaar Gipsy vor Lokomotivführer Hafed nur noch einzuschieben brauchte. Zemp drehte sich bei diesem Tor wohl direkt auf seinem Liegestuhl.

Nun schien das Spiel, trotz der nur knappen Führung, gelaufen. Ein paar Minuten später konnte Schalt endlich eine seiner Chancen nützen und erzielte doch noch sein Tor. Er wurde im Sechzehner freigespielt und traf doch noch standesgemäss zum 3:1. Vor diesem Tor durfte er sich aus verschiedenen aussichtsreichen Positionen versuchen, hat aber womöglich nicht so viel Zielwasser wie Bier zu sich genommen. Sonst hätte er an diesem Abend mindestens 4 Treffer erzielt. Auf Grund verschiedener Wechsel litt der Spielfluss ein wenig, Chancen erspielten wir uns aber weiterhin. Ein weiteres Highlight bot sich mit der Einwechslung unserer Nummer 10 Cristiano Felice Santamaria. Da sich eine weitere Niederlage anbahnte, öffnete Mümliswil hinten ein wenig und warf fast alles nach vorne. Dies führte dazu, dass wir unseren italienischen Oldtimer mit der prestigeträchtigen Trikotnummer bei einem Konter freispielen konnten und er dem etwas langsameren Verteidiger davonzog (wohlgemerkt Jahrgang 1983). Diesen Treffer liess er sich nicht nehmen, so hätte er doch vor dem Torwart querlegen können. Er versenkte die Kugel aber routiniert im Eck und liess dem Torwart keine Chance. Noch bevor der Ball die Linie überquerte, drehte er zum weltbekannten Torjubel ab. Die Dybala-Maske beiseitegelegt, setzte er zum Sprung an und die ganze Hägendörfer Nord-West-Kurve skandierte «Siiiiiiiiiii». Was wäre wohl geschehen, hätte Felice seine 2. Chance auch noch verwertet…

Das 4:1 bedeutete zugleich das Schlussresultat. Ein schlussendlich verdienter Sieg, auch wenn nicht alles rund lief. Dennoch sind 3 Punkte, 3 Punkte. Alles haben wir an diesem Abend sicherlich nicht falsch gemacht. Auch nicht die Einwürfe..

Randbemerkung: wir haben nicht einen Topscorer mit 15 Toren, sondern drei mit je 5 Treffern (Langhaar Gipsy, Schalt & Coolman). Spricht für das Team. Was ebenfalls für den breiten Kader spricht ist die Tatsache, dass wir trotz veschiedenen Absenzen 18 Mann auf das Matchblatt bringen konnten.

28.09.2019: 1. Mannschaft mit katastrophaler Leistung

Die Abnützung der Tastatur für den Spielbericht nach einer solchen Leistung ist pure Verschwendung. Deshalb folgt nun die stichwortartige Kurzfassung.

  • Die ersten 15 Minuten waren OK
  • Anschliessend stark nachgelassen und schwach gespielt
  • 0:0 zur Pause
  • Pausenansprache von Scherz “So kassieren wir mit Sicherheit bald ein Gegentor”
  • 1:0 für Subingen nach rund 60 Min.
  • Rote Karte FcH
  • 2:0 für Subingen nach rund 80 Min.
  •  Anschlusstreffer in Unterzahl nach 86 Min.
  • 3:1 für Subingen durch ein Traumtor nach 89 Min.

Unglaublich, dass nach dem 2:0 gegen Deitingen in der Vorwoche praktisch dieselbe Mannschaft gegen Subingen auf dem Feld stand und so eine Leistung fabrizierte. 

Die einzige gute Nachricht am Wochenende: Unsere 2. Mannschaft gewinnt gegen Trimbach mit 6:0.

 

 

21.09.2019: 1. Mannschaft mit verdientem Sieg gegen den Leader

Nach dem Spiel unter der Woche gastierte am Samstag bereits der noch ungeschlagene Leader aus Deitingen auf der Breite. Die letzten Spiele zeigten, dass Deitingen anfällig ist, den Kopf aber jeweils aus der Schlinge ziehen konnte. Dies sollte sich nun ändern. Zumal wir nach den letzten bisherigen Niederlagen ziemlich unter Druck standen.

Von Beginn an waren wir (endlich) die bissigere Mannschaft. Wir gewannen die meisten Zweikämpfe und liessen keine gefährliche Situation vor unserem Keeper Ben zu. Vielleicht traute sich Deitingen gar nicht vor unseren Torwart, da er sie, noch im Oltner Dress, in den vorletzten Aufstiegsspielen zur Verzweiflung brachte und den Fc Olten zum Aufstieg hexte.

Noch in der Startviertelstunde durften wir mehrere Male von der rechten Seite einwerfen. Einer dieser weit geworfenen Bälle in den Sechzehner erreichte nach einem Gewühl unseren Top-Torjäger Coolman, welcher sich das Spielgerät zurechtlegte und dieses aus spitzem Winkel in die Maschen hämmerte. Dem in dieser Saison nicht gerade erfolgsverwöhnten Publikum blieb wohl direkt das Raclette im Hals stecken. Anders als in Welschenrohr wollten wir nun die 0 halten.

Mithilfe des Pfostens und ein klein wenig Glück schafften wir dies auch. Einen Freistoss von der rechten Seite verlängerte Deitinges Torjäger Flury mit der Hacke direkt an den Pfosten. Stürmer wie auch die Abwehrspieler waren davon so sehr überrascht, dass der Ball von gut einem halben Meter vor dem Tor im Aus landete. Abstoss, gerade noch einmal gut gegangen. Diese Aktion blieb aber für lange Zeit die einzige gefährliche vor unserem Kasten.
Auf der Gegenseite war dies jedoch nicht der Fall. Einen gut vorgetragenen Angriff über die linke Seite, bei der sich Miro Blenke in den Strafraum tankte und zurück auf Coolman legte, führte fast zum 2:0. Unser Milleniums-Stürmer traf jedoch nur den Pfosten und es blieb ihm dadurch (Achtung Spoiler) der Hattrick verwehrt.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte machte er es deutlich besser. Unser pfeilschnelle Spielmacher Davide, wobei das Tempo eher auf seine Hände am Töggelikasten zutrifft, schickte nach einem Deitinger Ballverlust Coolman auf die Reise. Der Ball war wohl einer für die Herr der Ringe Trilogie und deutlich zu lang. Auf Grund der Zurufe von Schreihals Scherz spekulierte Coolman aber auf einen Fehler des gegnerischen Torwarts und siehe da, dieser schlug ein Luftloch. Damit konnte Coolman alleine auf das leere Tor marschieren und die Kugel zum 2:0 Pausenstand einnetzen. Scherz hielt sich mit Lobeshymnen zurück und mahnte uns, die Leistung der ersten Hälfte beizubehalten und uns zuerst auf die Defensivarbeit zu konzentrieren und wenn immer möglich, Angriffe zu fahren.

Aus diesem Grund liessen wir nach der Pause den Leader etwas mehr gewähren. Wirklich gefährlich wurde es aber auf Grund unserer couragierten Abwehrleistung vorerst nicht. Den ersten Aufreger gab es in der 57. Minute und erst noch ein äusserst unglücklicher. Ohne Einwirkung des Gegenspielers verdrehte sich der Deitinger Topscorer Flury den Fuss und musste anschliessend ins Krankenhaus. Gute Besserung an dieser Stelle!

Die 0 hielt und hielt. Schafften wir es wirklich, das erste Mal in dieser Saison zu Null zu spielen? In der 74. Minute wurde es dann noch einmal brenzlig vor unserem Kasten. Doch Ben durfte sich auch noch zeigen und parierte diese Situation. Der Sieg und damit die erste weisse Weste rückte immer näher. Im Anschluss liessen wir nicht mehr viel anbrennen und brachten die Führung über die Zeit.

Fazit: Verdienter Sieg gegen den Tabellenführer und endlich eine von A-Z sehr gute Leistung von allen. Wo stünden wir, wenn wir in jedem Spiel eine solche Leistung abrufen könnten? Es darf nur spekuliert werden.

18.09.2019: 1. Mannschaft mit bitterer Auswärtsniederlage

Am Mittwochabend stand ein schwieriges Auswärtsspiel gegen den selbsternannten Aufstiegsaspiranten Welschenrohr auf dem Programm. Nach der Niederlage von letzter Saison und der darauffolgenden Krise hatten die Thaler noch eine Rechnung mit uns offen. Bei idealen Bedingungen startete das Spiel pünktlich um 20:00 Uhr.

Dabei ging es, anders als im letzten Aufeinandertreffen, nicht gleich von Beginn weg zur Sache. Die erste Halbzeit gestaltete sich ziemlich ausgeglichen, mit vielen langen Bällen auf beiden Seiten. Die meistens von Claude geschlagenen Bälle fanden dabei oft einen unserer Offensivspieler im letzten Spielfelddrittel, gute Chancen ergaben sich dadurch aber vorerst nicht. Es dauerte bis zur 30. Minute ehe etwas Zählbares resultierte. Dies, wen wunderts, nicht durch einen hohen langen Ball, sondern durch einen Geniestreich von Langhaar-Gipsy, welcher in die Mitte zog und Schalt mustergültig im Strafraum bediente. Durch ein Herausstürmen des gegnerischen Torwarts ging unsere Nummer 22 zu Fall. Wie so oft in dieser Saison wurde uns ein Elfmeter zugesprochen, wie so oft lief Schalt, in diesem Fall der Gefoulte, gleich selbst an. Erneut verwandelte er den Strafstoss mustergültig im unteren Eck. Wiederum schafften wir es, in Welschenrohr mit 1:0 in Führung zu gehen.

Leider blieb diese Führung nicht lange bestehen und die Thaler konnten das Resultat postwendend ausgleichen. Auf Grund mehrere Unkonzentriertheiten und einer schönen Flanke von der linken Seite, welcher der völlig alleingelassene Stürmer per Kopf verwertete, stand es bereits ein paar Minuten später 1:1. Mit diesem Resultat ging es in die Pause, auch Dank unserem Torhüter Ben, welcher einen Schuss mirakulös an die Latte lenken konnte. Trotz vieler Aktionen im letzten Drittel, konnten wir uns nicht viele nennenswerte Chancen erspielen.

Die zweite Hälfte verlief nach einem ähnlichen Schema. Wir versuchten zwar nicht mehr ganz so viele lange Bälle zu schlagen, wirkliche Hochkaräter konnten wir uns aber dennoch kaum erspielen, oder diese wurden im letzten Moment geblockt. Welschenrohr wurde ein paar Mal gefährlich, scheiterte aber ebenfalls an einem blockenden Spieler oder an unserem Torwart. Alles in allem weiterhin ein ausgeglichenes Spiel, welches auf beide Seiten kippen konnte.

Leider, wie so oft in dieser Saison, kippte das Spiel nicht zu unseren Gunsten. Ein paar Minuten vor Spielende reihten sich erneut mehrere Unkonzentriertheiten bei uns ein und so kam es, dass im Anschluss an eine Bogenlampe, der gegnerische Stürmer (abseitsverdächtig) im Strafraum freigespielt werden konnte. Dieser liess sich die Chance nicht nehmen und verwertete die Chance zum 2:1, was sogleich der Endstand bedeutete.

Erneut eine bittere Niederlage und wieder mindestens 1 verlorener Punkt. So haben wir uns das nicht vorgestellt, zumal am Wochenende der Leader aus Deitingen auf der Breite zu Gast ist. Dort sind Punkte dringend nötig, wollen wir nicht komplett in den Abstiegsstrudel geraten.

13.09.2019: 1. Mannschaft mit bestandener Cup-Prüfung

Da Zemp seine Aufgaben als Berichterstatter wohl zu Freuden von Trainer Scherz meisterte, durfte er auch an diesem Abend das Spiel von Beginn an in Reporter-Manier als Zuschauer verfolgen. Es wurde auch gemunkelt, er hätte seinen Platz in der ersten Elf bei der Hinfahrt nach Attiswil verspielt, da er den Platz vorne rechts als Beifahrer in Anspruch nahm und es so endlich schaffte, unseren Trainer auf die (Rück)Bank zu degradieren.

Bei perfekten Bedingungen nahmen wir unsere zweite Cup-Aufgabe in Attiswil in Angriff. Der ambitionierte Viertligist hat sich vor diesem Spiel viel vorgenommen, wollte er doch endlich einmal die zweite Cup-Runde überstehen, zumal der Cup seine eigenen Regeln besitzt. Dies zeigte sich schnell. Cup ist nicht Meisterschaft, dass dachten an diesem Tag wohl auch unsere Spieler. Denn endlich konnten wir in einem Pflichtspiel eine Leistung abrufen, welche an den guten Testspielen anknüpft. Ab der ersten Minute drückten wir dem Spiel unseren Stempel auf.

Die Einheimischen merkten schnell, dass es an diesem Abend schwierig werden sollte, etwas Zählbares mitzunehmen. Und so konnten wir bereits in der Startphase einige gute Aktionen herausspielen, welche aber vorerst ohne Torerfolg blieben. Obwohl wir sehr spiel- und lauffreudig auftraten, benötigten wir die Hilfe des Schiedsrichters, um in Führung gehen zu können. Bereits 30 Minuten waren gespielt, als bei einem unserer Angriffe ein Attiswiler Verteidiger im Sechzehner die Grätsche auspackte und der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Ein harter Entscheid, den wir aber gerne annahmen. An dieser Stelle erinnere ich daran, dass General Scherz vor dem Spiel in der Kabine deutlich auferlegte, dass ihm egal sei, wer den nächsten Elfmeter schiessen würde. Ich gehe davon aus, dass es ihm egal war, da sowieso keiner seiner Schützlinge treffen sollte. Also entschied sich das Team für das kleinstmögliche Risiko. Oder gibt es wirklich einen Spieler auf dieser Welt, der drei (in Zahlen 3) Strafstösse hintereinander versemmeln würde? Ich denke nicht… Also lief Schalt an und brachte mit dieser Aktion unseren Trainer, aber auch unseren Neo-Präsidenten zum Schäumen. Er versenkte den Ball unten links und liess so seine Penalty-Kritiker verstummen. Wir erhofften uns, dass dieser Treffer zum Dosenöffner wird und wir umgehend nachlegen würden.

Doch dann passierte etwas Unvorhergesehenes. Attiswil schaffte es in unsere Hälfte. Dabei konnte unsere Nummer 4 und etatmässiger Berichterstatter einen Ball abfangen und diesen knapp vor dem Gegner klären. Dabei traf der etwas zu spät kommende Gegner eben diese Nummer 4 unten an den Stollen und ging gleich selber auf Grund der Schmerzen zu Boden. Dies irritierte den Schiedsrichter, welcher pfiff und sich für Freistoss Attiswil, rund 30 Meter vor dem Kasten, entschied. Der bis dahin inexistente Gegner liess sich nicht zweimal bitten. Ihre Nummer 20 bugsierte das Spielgerät mit der linken Klebe (unhaltbar?) an der Mauer vorbei in den Kasten. Quick-Nick war bei der Ballabgabe noch ein wenig mit Beni beschäftigt, der ihm angeblich die Sicht verdeckte. Wer denkt, dass dies der Beginn des Aufbäumens des Unterklassigen war, hat sich zum Glück geschnitten. Im Gegenteil, es war lediglich ein Schuss vor den Hägendörfer Bug und der Start in ein furioses Ende der ersten Hälfte. Wir benötigten lediglich 5 Minuten, um erneut durch Cuba-Dome aka. Chefkoch in Führung zu gehen. In Serge Gnabry Manier lief er nach seinem gekonnten Abschluss im Strafraum, am Ende eines schönen Angriffs über die linke Seite, zum Kochlöffel-Jubel an.

Zwei Minuten später spielten wir Beni rund 25 Meter vor dem Tor frei. Unser Assistenztrainer, etwa so bekannt für seine Distanzschüsse wie für seine Alkoholexzesse, zirkelte den Ball gewollt an den Rücken des Gegners und infolge der Richtungsänderung unhaltbar ins Tor. 3:1 und immer noch nicht Pause. Fast mit dem Pausentee geschah etwas Unglaubliches. Unser Torhüter Nick tauchte frei im Attiswiler Strafraum auf, nachdem Cuba Dom sich auf der rechten Seite durchtankankte und Coolman unfreiwillig den Ball passieren liess. Quick Nick liess sich natürlich nicht zweimal bitten und erzielte das nächste Tor. Sie denken, diese Geschichte ist wahr? Dann muss ich sie leider enttäuschen. Sie ist frei von unserem Schiedsrichter erfunden. Er hat sich wohl in der Nummer geirrt, denn der Torschütze war Miro Blenke (Nr. 16) mit seinem schwachen rechten Fuss und nicht unser Torwart (Nr. 18).

In der Pause war Trainer Scherz das erste Mal seit langem vollumfänglich zufrieden. Selten habe ich diesen Mann zwischen den beiden Hälften so strahlend gesehen. «Sensationell», um nur einer seiner Ausdrücke zu nennen. Er legte uns zudem nahe, die Leistung mit in den zweiten Durchgang zu nehmen. Gesagt getan. Cuba-Dome erhöhte das Score ein paar Minuten nach Wiederanpfiff, nach dem sich die Attiswiler vergeblich gegen die drohende Klatsche zu wehren versuchten. Allerspätestens mit diesem Treffer war die Sache gegessen, obwohl noch fast 40 Minuten Spielzeit übrig blieben. Neben Doppelpacker Dodo reihte sich ein weiterer Spieler, bzw. Assistenztrainer, zum zweiten Mal in der Torschützenliste ein. So stand es nach gut 65 Minuten bereits 6:1. Die verbleibenden 25 Minuten verliefen dann wie ein Trainingsspiel. Wir liessen den Ball zirkulieren und erspielten uns mehrere Chancen. Gleichzeitig schlichen sich aber auch ein paar kleine Fehler ein und wir vernachlässigten ein wenig die defensive Ordnung. Dies spielte aber an diesem Abend keine Rolle, zumal Langhaar-Gipsy seine bis dahin sehr gute Leistung mit einem Tor krönen konnte. Mannschaftsdienlich wie er ist, entschuldigte er sich sogar beim eingewechselten Sili Gonzalez dafür, dass er den Ball nicht abgespielt hat.

1:7 bedeutete gleichzeitig das Resultat am Ende eines endlich gelungenen Spiels unserer Truppe. Natürlich wären sogar noch ein paar Tore mehr möglich gewesen. Vor allem nennenswert zu erwähnen ist aber, dass unser Gegner, nebst dem direkt verwandelten Freistosstor und einer missratenen Flanke, keinen Ball auf das Tor bringen konnte. Gerne erinnere ich an dieser Stelle daran, dass wir auf dem selben Platz, gegen den selben Gegner, einen Cup-Fight über 120 Minuten inkl. Elfmeterschiessen erleben mussten, glücklicherweise mit dem besseren Ende für uns. Wer weiss, vielleicht schaffen wir im nächsten Jahr den Cup-Hattrick in Attiswil. Warum nicht?

PS: F. Zemp wollte trotz seiner Zuschauerrolle den Bericht nicht schreiben und führte lieber sein Statistikbuch fort, denn in den 7 Minuten, in denen er zum Einsatz kam, spielten wir zu Null. Ob es daran lag, dass das Spiel längst entschieden war und der Gegner an diesem Abend absolut keine Chance hatte, oder wirklich an seiner guten Leistung (die bringt er übrigens nur, wenn er die Nr. 4 neben sich hat), steht in den Sternen.

07.09.2019: 1. Mannschaft Befreiungsschlag gegen Olten

Während Bürgin auf dem Rückweg aus Irland war, liefen wir am Samstag um 17 Uhr zuhause gegen Olten auf. Seine Anwesenheitsbilanz lässt sich sehen. Ein Spiel anwesend und fünf Spiele abwesend (einmal davon aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen). 1 zu 5 also.

1 zu 5 sollte es dann auch am Ende des Tages, aus Sicht der Mannen aus Olten, heissen. Wir freuen uns, dass «dä Börgin» in Zukunft wieder etwas öfter auf der Breite zu sehen sein wird. Scherz wollte ihn eigentlich noch vor Schliessung des Transferfensters loswerden. Die Vereinsführung sprach jedoch ein Machtwort und erklärte ihn für unverkäuflich.

Zum Spiel. Hägendorf startete gut und ging bereits nach 5 Minuten in Führung und Luki montierte mit seinem Tor wieder eines der imaginären Beine an den Trainerstuhl von Scherz. Der Trainer sass also zu diesem Zeitpunkt fest im Sattel. Jedoch hat er die Rechnung ohne mich gemacht. Ich war immer noch sauer, dass er meinen alten Kumpel verkaufen wollte. Nach einem Einwurf nahm ich zwei Schritte Anlauf, um dann Oltens Rakete Xaver Meyer mustergültig zu lancieren. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und schob zum Ausgleich ein (dieses Assist brachte mir nach dem Spiel ein Bier von Meyer ein). Lukis Schreinerarbeiten waren also für den Moment umsonst.

Wir konnten uns dies erlauben, weil Olten an diesem Tag wohl nicht in Bestbesetzung auflief. Scheinbar eignen sich bei den Dreitannenstädtern nicht alle Tage gleich gut, um Fussballspiele anzusetzen.

Coolman war in der 32. Minute für das 2:1 verantwortlich. So war auch mir wieder etwas wohler und ich konnte mich langsam aber sicher damit befassen, wie ich meinen Fauxpas am besten im Matchbericht kaschieren konnte.

Wir waren eigentlich klar überlegen, konnten aber nicht wirklich Profit daraus schlagen. Es fehlte immer ein Bisschen. Einmal die Kaltblütigkeit, einmal der letzte Pass und einmal der letzte Einsatz. Immerhin kamen wir kurz vor der Pause noch zu einem Elfmeter. Schalt lief an, der Torhüter legte sich in die rechte Ecke, das Tor war offen und unser Neuzugang verschoss trotzdem. Zum zweiten Mal bereits. Nach dem Spiel meinte er, er habe noch nie einen Penalty verschossen und jetzt bei Hägendorf bereits zwei. Und was meinte der Trainer? Scherz verdrehte die Augen und sagte, Schalt werde auch in Hägendorf keinen mehr verschiessen. Ab jetzt schiessen die Torhüter.

Dann war Pause. Das erste Mal in dieser Saison waren wir zur Pause, in einem Liga-Spiel, in Führung. Scherz war trotzdem sauer. Alles beim Alten also.

Gipsy erhöhte nach 50 Minuten das Score. Der Blick des Trainers an der Seitenlinie blieb aber versteinert. Es war kein gutes Spiel, aber die Gegenwehr von Olten hielt sich in Grenzen. Schalt scheiterte in der Folge mit einem Freistoss ans Lattenkreuz. Mit diesem Schuss war er übrigens näher dran, als mit seinem Elfmeter. Wir überlegen uns nun beim Verband zu beantragen, dass er seine Penaltys in Zukunft aus 25 Metern schiessen darf. Nach 65 Minuten reüssierte er dann doch noch mit einem satten Weitschuss. An der Kilbi in Kappel war dann sein Treffer auch immer wieder Thema. Seltsamerweise wurde die Schussdistanz beim Erzählen mit jedem Mal etwas grösser.

Das Spiel plätscherte dann bis zum Schluss vor sich hin. Zu einem Highlight kam es aber noch. Der alte Mann, der in seinen Träumen ab und zu für Juve aufläuft, wurde noch eigewechselt. Kurz vor Schluss liess er dann seine Klasse aufblitzen und schlenzte einen Ball, den er zuvor brillant gestoppt hatte, in den Winkel. Der Schiedsrichter notierte fürs Internet, Eigentor. Dies hat aber ausser ihm keiner so gesehen.

Fazit nach dem Spiel. Wir haben den «Turnaround» geschafft, Scherz ist trotzdem mies gelaunt, nichts Neues aus Hägendorf also. Und vielleicht noch etwas für Statistik Fans. Wir haben in dieser Saison einmal 45 Minuten zu Null gespielt. In der zweiten Halbzeit in Flumenthal. Komischerweise mit Zemp UND Bürgin gemeinsam auf dem Feld. Ein Schelm wer Böses denkt.