19.05.2012
Vereins News
Saisonstart mit Zusatz-Zielen
23.08.2011 20:15 von Luciano Mirabelli
von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter,
bfoxli@bluewin.ch
Es kann wieder losgehen: An diesem Wochenende startet ein Grossteil der Aktiven in die neue Meisterschaft 2011/12. Als Zuschauer darf man sich freuen, stehen doch zu beantwortende Fragen an: Wohin klassiert sich «mein» Club? Können die Ziele erreicht werden? Gelingt, die Liga zu halten? Werden die zwei, drei eigenen Junioren in der ersten Mannschaft Fuss fassen?
Gehört mit zur Faszination Fussball: All seine auslösenden Emotionen. Damit einhergehend: die Strafpunkte. Wer nicht hören will, soll fühlen. Dabei gehts nicht um die alltäglichen Fouls, die sich aus dem Kampfsport Fussball ergeben. Auch nicht um die Grenzfälle, in denen der eine Schiedsrichter verwarnt und ein anderer nicht. Es geht um all die ausufernden Zwischenfälle. Um die Rudelbildungen, wenn man den Ref umstimmen will, weil man etwas ganz anders gesehen hat als er, der Kraft seiner Bestimmung sanktioniert. Und man nicht aufhören will im Bestürmen um Umstimmung des Gepfiffenen.
Fussball ist nicht nur Physis gegen Physis. Fussball ist zuweilen auch Psycho gegen Psycho. Da wird durch jene, die den Platzhirsch markieren müssen oder sonstige Mankos haben, im Kleinen und Groben provoziert. Und finden sich Gegenspieler-Päärchen, die Gleiches wollen, ist Zoff programmiert. Es gibt solche. Nicht immer lässt der Gschiideri naa und den Esel staa.
Wär doch auch mal eine Saison-Vorgabe: Trotz Ehrgeiz, trotz Ambitionen, trotz Erwartungen unterbieten wir die Strafpunkte der Vorsaison – egal, was sich da wo und wie auch immer abspielt. Wir arbeiten nebst dem Fussball an unserer Eigendisziplin. Nicht wieder «der andere hat» oder «der Schiedsrichter». Das sind alles kindische Reaktionen, die von Eigenversäumnissen ablenken sollen. Stünde die Selbstkritik so hoch wie das Registrieren von Ausseneinflüssen, würde der Fussball viel attraktiver und anschauenswerter. Auch in unteren Ligen.
Eine hohe Eigendisziplin hält die Konzentration aufs Wesentliche – den Fussball – aufrecht. Wer sich darauf fokussiert, wird Ende Saison in der letzten Kolonne der Tabelle mehr Zähler haben als in der Auflistung der Strafpunkte. Dies zu erreichen, wäre doch auch mal ein erstrebenswertes Ziel …
bfoxli@bluewin.ch
Es kann wieder losgehen: An diesem Wochenende startet ein Grossteil der Aktiven in die neue Meisterschaft 2011/12. Als Zuschauer darf man sich freuen, stehen doch zu beantwortende Fragen an: Wohin klassiert sich «mein» Club? Können die Ziele erreicht werden? Gelingt, die Liga zu halten? Werden die zwei, drei eigenen Junioren in der ersten Mannschaft Fuss fassen?
Gehört mit zur Faszination Fussball: All seine auslösenden Emotionen. Damit einhergehend: die Strafpunkte. Wer nicht hören will, soll fühlen. Dabei gehts nicht um die alltäglichen Fouls, die sich aus dem Kampfsport Fussball ergeben. Auch nicht um die Grenzfälle, in denen der eine Schiedsrichter verwarnt und ein anderer nicht. Es geht um all die ausufernden Zwischenfälle. Um die Rudelbildungen, wenn man den Ref umstimmen will, weil man etwas ganz anders gesehen hat als er, der Kraft seiner Bestimmung sanktioniert. Und man nicht aufhören will im Bestürmen um Umstimmung des Gepfiffenen.
Fussball ist nicht nur Physis gegen Physis. Fussball ist zuweilen auch Psycho gegen Psycho. Da wird durch jene, die den Platzhirsch markieren müssen oder sonstige Mankos haben, im Kleinen und Groben provoziert. Und finden sich Gegenspieler-Päärchen, die Gleiches wollen, ist Zoff programmiert. Es gibt solche. Nicht immer lässt der Gschiideri naa und den Esel staa.
Wär doch auch mal eine Saison-Vorgabe: Trotz Ehrgeiz, trotz Ambitionen, trotz Erwartungen unterbieten wir die Strafpunkte der Vorsaison – egal, was sich da wo und wie auch immer abspielt. Wir arbeiten nebst dem Fussball an unserer Eigendisziplin. Nicht wieder «der andere hat» oder «der Schiedsrichter». Das sind alles kindische Reaktionen, die von Eigenversäumnissen ablenken sollen. Stünde die Selbstkritik so hoch wie das Registrieren von Ausseneinflüssen, würde der Fussball viel attraktiver und anschauenswerter. Auch in unteren Ligen.
Eine hohe Eigendisziplin hält die Konzentration aufs Wesentliche – den Fussball – aufrecht. Wer sich darauf fokussiert, wird Ende Saison in der letzten Kolonne der Tabelle mehr Zähler haben als in der Auflistung der Strafpunkte. Dies zu erreichen, wäre doch auch mal ein erstrebenswertes Ziel …



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